Annemarie Matzke, Christel Weiler, Isa Wortekamp (Hrsg.) Patrick Primavesi, Olaf A. Schmitt (Hrsg.) Marion Tiedge, Philipp Schulte (Hrsg.) Heiner Goebbels Bernd Stegemann

medien

Das Buch von der angewandten Theaterwissenschaft
Berlin/Köln: Alexander Verlag 2012
In dieser Anthologie sieht sich das „Prinzip Gießen modelliert. Im Kontext der dortigen, angewandten Theaterwissenschaft, die sich als Scharnier zwischen Theorie und Praxis und deren wechselseitigen Beeinflussungen versteht, ist der Begriff des postdramatischen Theaters entstanden. Das Buch verschafft einen Einblick in die verschiedensten künstlerischen Positionen dieses Studiengangs und erbringt den Nachweis über einen breiten Horizont ebenso heterogener Formen der Reflexion.
AufBrüche. Theaterarbeit zwischen Text und Situation
Berlin: Theater der Zeit Recherchen 20, 2004
Die Festschrift zum 60. Geburtstag von Hans-Thies Lehmann versammelt Artikel und Aufsätze von Kolleginnen und Kollegen, Weggefährtinnen und -gefährten sowie ehemaligen Studierenden; auch wenn hier das volle Spektrum der wissenschaftlichen Arbeit von Lehmann aufgefächert wird, das sich nicht allein auf das Prinzip des Postdramatischen verengen lässt, so sind doch die individuellen Perspektiven der Beiträge sowie die möglichen Verknüpfungen sehr inspirierend und zeigen die Diversität der zeitgenössischen Theaterpraxis (und die damit zusammenhängenden Möglichkeiten ihrer Ausdeutung).
Die Kunst der Bühne. Positionen des zeitgenössischen Theaters
Berlin: Theater der Zeit Recherchen 81, 2011
Einen Blick auf die (pluralistischen und dynamischen) Praktiken der aktuellen Theater-Szene wirft dieser Band, der eine Veranstaltungsreihe der Hessischen Theaterakademie zusammenfasst; dieser ist auf die Vertreter und Veränderungen der darstellenden Kunst seit den 1970er-Jahren fokussiert, was jeweils an Beispielen deutlich wird. Dabei stehen sowohl die künstlerischen Positionen von Inszenierung/Regie im Mittelpunkt wie auch Auswirkungen auf Textproduktion, Schauspiel und Trans-Disziplinarität aufgezeigt werden.
Ästhetik der Abwesenheit. Texte zum Theater
Berlin: Theater der Zeit Recherchen 96, 2012
und
Rimini Protokoll
ABCD
Berlin: Theater der Zeit Recherchen 100, 2012
Hier findet man weitergehende Perspektivierungen und Rekonstruktionen des (konzeptionellen) Denkens von Vertretern des Postdramatischen Theaters: Heiner Goebbels hat seit den 1990er-Jahren die künstlerische Lehre der angewandten Theaterwissenschaft in Gießen maßgeblich geprägt und wollte dabei „das Hören und Sehen (neu) organisieren. Und das Rimini Protokoll dürfte die erfolgreichste Formation von Absolventen dieses Studiengangs sein (vgl. auch die Website http://www.rimini-protokoll.de/website/de/).
Kritik des Theaters
Berlin: Theater der Zeit 2013
Stegemann markiert eine prominente Gegenposition, die eine Fundamentalkritik an der Übergriffigkeit der Diskurse des Postdramatischen Theaters artikuliert; er systematisiert mit Fokus auf die Akteure im Darstellungsvorgang, wo es ihm primär um eine „Wiedergewinnung des Schauspielens als eine dialektische Kunst und die Überwindung der „Vorurteile einer postmodernen Weltanschauung geht seine Einwände gegen den Anspruch des postdramatischen Theaters, als ästhetischer Maßstab seine Begriffe nicht allein zur Beschreibung eines gegenwärtigen Theaters als Ereignis, sondern als Vorschrift für die zukünftige Entwicklung des Theaters zu verwenden. Stegemann begreift dies als Hybris der Theorie (= der Theaterwissenschaft), die sich durch diese Lesart an die Stelle der Praxis setzt und dabei eine „bemerkenswerte Verdrehung des Verhältnisses von Kunst und Wissenschaft betreibe. Eine komprimierte Form dieser Kritik findet man unter https://www.schaubuehne.de/uploads/Nach-der-Postdramatik.pdf, wo ein Artikel von Stegemann aus Heft 10/2008 von „Theater Heute (Thema: Die süßen Versprechen der Postdramatik seit 10 Jahren beherrscht das Schlagwort die...

Weiterlesen im Heft

Vorteile im Abo

Exklusiver Online-Zugriff auf die digitalen Ausgaben der abonnierten Zeitschrift
Print-Ausgabe der abonnierten Zeitschrift bequem nach Hause
Zusatzvorteile für Abonnenten im Online-Shop genießen